Triptychen - Die Kraft der Drei

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Sanddornfrüche, Kordel,
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Brennesseln, Kordel,
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DIE KRAFT DER DREI

Beerensäfte und Pigmente, Erde, Kordel, Mehl und Pflanzensamen. Federn, Knochen oder Feuerreste bilden die haptische, natürlich-chaotische Bildmelodie in Michèle Maria Landezkis Arbeiten. Eingebettet, eingelassen oder eingefasst sind diese natürlichen  Lebensspuren in die klare Ordnung Jahrtausende alter, archaischer Symbole und Zeichen. Krug, Spirale, Spitzoval und Lebensrad sind wiedergekehrte Themen, die sich in den neuen Arbeiten der Künstlerin verbunden und als Triptychen neu bestimmt haben.

Ungewöhnlich in Form und Anordnung setzt Landezki dabei  schmale Hochformate in die Mitte und stellt ihnen gleichgroße Seitenteile im kleineren Format zur Seite. Ein zentrales Zeichen, das von zwei Gleichen beflügelt wird.

Es sind positive, starke Formen, die die Künstlerin durch  Bezogenheit und Anzahl kraftvoll zum Ausdruck bringt. Diese Arbeiten haben eine eigene Präsenz und Anziehungskraft. Die groß angelegten, klaren Zeichen, der wiederkehrende formale DreiKlang und eine lichte, leuchtende, warme, monochrome Farbsprache formen und überbringen Balance, Ruhe und Übereinkunft. Verhaltene Goldspuren, das Licht- und Schattenspiel der Strukturen üben einen starken Sog aus. Sie wecken Lust, die Werke mit den Händen zu berühren.

Als  Impuls und Anliegen ihrer Arbeiten nennt Michèle Maria Landezki , das Danken und Bitten. Danken für das von Natur aus Gegebene. Bitten um die Erhaltung dieser Kräfte. Danken und Bitten richtet die Künstlerin an ein weibliches Prinzip. Sie schätzt den weiblichen Diskurs, weil sie  dort ihre Hoffnung für das Lebendige ansiedeln kann.

Arbeitsprozesse erfährt die Künstlerin als Ritual. Diese kraftvollen Prozesse spiegeln sich in ihren Werken und berühren auf eigene Weise. Die einzigartige Verschmelzung von Natur, Formen und Kunst fesselt, weckt Neugier oder lädt dazu ein, sich selbst zu zentrieren.

Myriane Angelowski, Autorin

 

 

www.landezki.de